Biografie Sasha Morgenthaler-von Sinner

1893

Geboren am 30. November in Bern, als jüngstes von drei Kindern des Eduard von Sinner und der Marie von Sinner-Borchardt. Ihr Vater starb kurz nach ihrer Geburt.

 

1906

Besuch des Literargymnasiums in Bern als einziges Mädchen in ihrer Klasse

 

1909–1913

Ausbildung an der Kunstakademie Genf

 

1914

Paul Klee vermittelt Sasha ein Studienjahr beim Maler Cuno Amiet, Oschwand BE. Lernt dort Ernst Morgenthaler kennen

 

1915

Übersiedlung nach München: Besuch der Holoshi-Schule; sie beginnt zu modellieren und studiert auf Klees Rat hin ein Semester Anatomie. Kontakt mit Marc, Kandinsky und dem Stefan George-Kreis

 

1916

Rückkehr in die Schweiz. Heirat mit dem Maler Ernst Morgenthaler

 

1917

Zieht mit ihrem Mann nach Genf und ist als Malerin tätig

 

1918

Geburt des Sohnes Niklaus (genannt Gläis) in Hellsau BE

 

1919

Geburt des Sohnes Fritz in Oberhofen BE

 

1920

Übersiedlung nach Zürich-Wollishofen. Anbahnung vielfältiger Beziehungen zu Künstlern: Otto Meyer-Amden, Othmar Schoeck, Arthur Honegger, Hermann Hesse

 

1923

Übersiedlung in eine alte Weberei-Fabrik (Seegut Küsnacht-Zürich)

 

1924

Geburt der Tochter Barbara. Der Bildhauer Karl Geiser befreundet sich mit Ernst und Sasha Morgenthaler. Sasha beginnt, Stofftiere zu modellieren

 

1928

Reise nach Marokko

 

1929

Übersiedlung der Familie nach Meudon bei Paris

 

1932

Rückkehr nach Zürich in ein eigenes Atelierhaus in Höngg

 

1934/35

Ausbildung zur Hebamme in Basel

 

1936

Studienreise nach Nordafrika

 

1939

Erster grosser Auftrag: Mannequins für den Haute-Couture-Pavillon an der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich

 

1940

Gründung des Hülfstrupps. Kriegshilfsdienst in Zürich und Kinderflüchtlingstransporte

 

1941

Erster Preis bei einem Spielzeugwettbewerb der Eidgenossenschaft

 

1942

Aufträge für lebensgrosse Marionetten und Mannequins für die Mustermesse Basel und Ausstellungen im Ausland. Sasha beginnt, Puppen zu machen. Aufbau eines Teams von Mitarbeitern zur Entwicklung der handgefertigten Originalpuppen, die von 1942 bis 1970 entstehen. Sasha macht gelegentlich auch Tierplastiken und freie Gestaltungen

 

1943

Mannequins für Modewoche Zürich

 

1949

Reise nach Algerien und Tunesien

 

1958

Erste Weltreise mit Ernst nach Siam, Hongkong, Besuch der Tochter Barbara in Australien, Japan und USA

 

1961–1962

Wanderausstellung von Sashas Puppen und Tieren in Deutschland

 

1962

Tod Ernst Morgenthalers

 

1963

Kontakt mit der Migros; erster Versuch, eine preiswerte Puppe serienmässig herzustellen.

Ausstellung im Gewerbemuseum Winterthur

 

1964

Ausstellung Helmhaus, Zürich

 

1965

Gesamtausstellung Schloss Schadau, Thun

 

1963–1970

Mehrere Reisen in die USA und nach Australien, wo sie ihre Tochter besucht

 

1965

Die Firma Frido Ldt. Stockport beginnt in Zusammenarbeit mit Sasha die Entwicklung der Serienpuppe unter besseren Bedingungen. 1969 erste befriedigende Resultate der englischen Sasha-Puppen-Fabrikation. Produktion bis 1986

 

1965–1969

Produktion der ersten serienmässig hergestellten Sasha-Puppen in der deutschen Puppenfabrik Götz in Rödental («Sasha-Serie»). Später dann, 1995 bis 2001, Wiederaufnahme der Produktion von Sasha-Puppen nach Original-Entwürfen und -Zeichnungen in der Puppenfabrik Götz

 

1970

Gesamtausstellung im Musée des Arts Décoratifs (Louvre), Paris

 

1974

Ausstellung in Jerusalem

 

1975

Am 18. Februar stirbt Sasha Morgenthalers mit 82 Jahren in Zürich-Höngg